Ein unangenehmer Ton dringt durch meine Träume an mein Ohr. So ein penetrantes Piepsen. Aus Erfahrung weis ich, dass es nicht eher aufhören wird, bis ich meinen Wecker ausgeschaltet habe und das geht nur indem ich mich aufraffe.
5.15 Uhr, in anderen Worten viertel nach fünf am Morgen zeigte der Wecker an. Ich bin zwar tendenziell eher ein Frühaufsteher, aber so früh ist unmenschlich. Aber die Vorfreude auf die bevorstehende Reise fegte die Müdigkeit recht schnell weg, eine Tasse Kaffe tat später dann das Übrige. Auch meine Frau war recht schnell auf den Beinen.
Also aufgestanden, angezogen, noch eben die letzten Reiseutensilien verpackt und auf zur S-Bahnstation, 5 Minuten Fußmarsch taten jetzt auch ganz gut. Kurz vor 7 kam die S-Bahn und brachte uns an den Münchner Hauptbahnhof, wo wir den Zug nach Frankfurt bestiegen.
Einen Direktflug von München gab es für die Reise nicht und um nach Frankfurt zu fliegen waren wir wohl zu geizig, die Bahnfahrt war schließlich inklusive.
Kurz vor 8 fuhr unser Zug planmäßig ab, jetzt gab es kein Zurück mehr.
Bis Frankfurt Hauptbahnhof war er sogar absolut pünktlich, ich hätte das nur dort nicht erwähnen sollen, denn die Weiterfahrt zum Fernbahnhof (Flughafen) verzögerte sich dann doch etwas. Aber nach kurzer Pause ging es auch da weiter. Die Ankunft am Fernbahnhof schaffte der Zug dann doch fast pünktlich.
Dass der Frankfurter Flughafen kein Kleiner ist wussten wir, auf die Lauferei waren wir also gefasst. Dafür ging das Einchecken am Schalter von Air China in Terminal 1B dann wie der Blitz. Die Jungs wussten was sie taten, wir bekamen sogar einen Fensterplatz. Ein Koffer 15kg der andere 18, das geht auch.
Nun konnten wir in Ruhe etwas essen, der Feinkost-Käfer kam uns da gerade recht. Schnitzel und Currywurst, das letzte westliche Essen in diesem Monat. Beide Gerichte standen übrigens auf der Karte unter bayrische Spezialitäten!
Wir waren schon auf unsere Reisegruppe gespannt, wilde Spekulationen liefen und die Currywurst war mies, das Schnitzel war in Ordnung.
Ich hatte auf dieser Reise noch eine Zusatzaufgabe zu erledigen. Einer der Gruppe musste sich nämlich bei der Ankunft in China um das Visum kümmern und die Gruppe durch die Passkontrolle schleusen. Die Wahl fiel dabei auf mich, warum auch immer. Aber ich sollte dafür ein Tuscherollbild bekommen und was tut man nicht alles für so ein Bild.
Die Zeit verging und der Abflug rückte näher. Am Gate warteten dann fast nur Chinesen und zwei Gruppen von China Tours.
Los ging es pünktlich, 9 Stunden Flug lagen vor uns.
Links sehen Sie übrigens unseren Flieger:
Landen sollten wir um 6.20 Uhr Ortszeit in Peking, also am frühen Morgen.
Weiter geht es dann mit
− dem Tag 2 −
Weiterführender Reisehinweis:
Wenn Sie ihre Lieben Zuhause grüßen möchten, locht sich vielleicht der Blick auf einen Blumenversand