Heute ging es etwas entspannter zu, wir sollten uns erst um 9:00 Uhr treffen. Also in Ruhe aufgestanden und zum Frühstück gegangen.
Das war dann allerdings eine Zumutung. Es waren weder Teller noch Tassen noch Besteck vorhanden, das mussten wir uns erst zusammensuchen. Den dünnen Kaffee kann man ja noch verzeihen, aber eine mit Wasser verdünnte Milch macht mich sauer!
Der Orangensaft war ebenfalls nur Wasser das an einer Orange vorbei getragen wurde, vom Essen möchte ich jetzt lieber nicht reden.
Nun ja, der Ausflug danach war um so schöner. Mit offenen Fahrzeugen ging es ins Umland von Yangshou. Wir fuhren ein ganzes Stück hinaus und hielten dann mitten auf der Straße für eine Fotopause an. Innerhalb von wenigen Minuten kamen von überall her Souvenirverkäufer angefahren und wollten uns irgendwelche sinnlosen Dinge verkaufen. Nicht mal hier draußen war man vor denen sicher.
Einen weiteren Zwischenstopp machten wir dann mitten in den Feldern bei ein paar Bauern. Diese fingen, kaum hatten sie uns gesehen, emsig an zu arbeiten. Der eine zog mit seinem Wasserbüffel einen Pflug übers Feld, die anderen schöpften Wasser, eine trug ihre Kinder spazieren.
Als wir anfingen zu fotografieren wurde uns schlagartig klar, warum sie so demonstrativ arbeiteten. Sie wollten Geld für die Fotos haben. Wir knipsten ausgiebig und wollten uns dann gang nach Touristenmanier ohne zu bezahlen aus dem Staub machen.
Was den Chef der Truppe aber dazu veranlasste sich vor unseren Autos zu postieren und uns klarzumachen dass er uns erst weiter fahren lässt wenn wir bezahlt hatten. Das taten wir dann auch, die verlangten zwei Yuan waren mir die Bilder schon wert.
Ein Stück fuhren wir noch, dann gingen wir eine kleine Runde zu Fuß.
Ohne das Geschaukel der Fahrzeuge fällt das Fotografieren bedeutend leichter.
Der nächste Stopp war ein Bauernhof auf dem wir sehr freundlich mit Wasserkastanien empfangen wurden. Die Dinger schmecken gar nicht übel. Der Hof war überaus sauber und die Tiere, die wir dort sahen wurden um Klassen besser gehalten als im Zoo von Chongqing.
Danach ging es wieder zum Hotel zurück, den Nachmittag bekamen wir wieder frei.
Wir nutzten die Zeit um einen Aussichtsberg zu besteigen und Souvenirs zu kaufen.
Abends gingen wir dann wieder in ein kleines Restaurant und schlugen uns den Bauch voll.
Es gab eine leckeren Fisch, der uns vorher noch lebend präsentiert wurde, einer aus unserer Gruppe bestellte sich todesmutig Hund, der aber recht unspektakulär schmeckte.
Danach der obligatorische Bummel ins Hotel zurück und ab ins Bett.
Weiter geht es dann mit
− dem Tag 15 −