Frühstück, danach Abfahrt mit dem Bus um 8:30 Uhr in Richtung Xitang, einem alten Wasserdorf.
Dort kamen wir auf einem eher unscheinbaren Parkplatz an und nach einer kurzen Pause sollten wir ein Museum mit Wurzelschnitzereien be- sichtigen.
Das Museum und die Schnitzereien waren toll, leider durfte man nicht fotografieren, weshalb sich die Zahl der Bilder in Grenzen hielt.
Aber es war auch mal ganz angenehm die Ausstellungsstücke nicht durch das Display der Kamera sondern in Natura zu sehen. Nur die uns argwöhnisch bewachenden Wächterinnen waren etwas lästig.
Noch lästiger waren die Schuhputzer vor dem Museum, aber daran waren wir ja mittlerweile gewöhnt. Weiter ging es zu Fuß durch eine recht enge Gasse in Richtung Dorfkern.
Das Wasserdorf war wirklich sehenswert, die Gassen schienen im gleichen Zustand wie vor 200 Jahren und die Touristen hielten sich in Grenzen. Nach ein paar Minuten kamen wir zu einem Knotenmuseum.
Knotenmuseum? Darunter konnten wir uns nicht viel vorstellen, bis wir herausfanden dass ein Knopfmuseum gemeint war. Dort wurde uns gezeigt, wie man früher Knöpfe aus Muschelschalen, also Perlmuttknöpfe, gefertigt hat. Den Vorführungsknopf bekamen wir geschenkt.
Weiter zu einem Garten mit beeindruckender Flora
Hier lasse ich Bilder sprechen, einfach toll!
Dann ging es in ein altes Beamtenhaus und danach in ein Künstlerhaus, wieder mit einem wunderschönen Garten.
Diesmal nur im Miniaturformat, der Künstler hatte nicht all zu viel Platz.
Dazwischen zwängten wir uns noch durch die engste der Gassen, gerade mal 70cm war sie breit.
Mittagessen gab es in einem Restaurant für Einheimische.
Hier fielen wir wieder ganz schön auf, das Essen war aber toll. Sogar ein paar Musikanten statteten uns einen Besuch ab.
Kurzerhand beschlossen wir noch eine Bootsfahrt zu machen, wen wir schon mal in einem Wasserdorf sind.
Auch das war schnell für uns organisiert und gut gelaunt schaukelten wir auf zwei Boote verteilt über das Wasser. Danach zu Fuß zum Bus und weiter in Richtung Shanghai.
Der erste Eindruck den wir von Shanghai bekamen waren Hochhäuser, Hochhäuser, Hochhäuser…
Wir fuhren auf der Stadtautobahn eine gute halbe Stunde nur an Hochhäusern vorbei.
Aber die Gegend war keineswegs hässlich, es gefiel mir sogar außerordentlich gut und irgendwie hatte ich das Gefühl nach Hause zu kommen. Obwohl ich noch nie dort war (zumindest nicht in diesem Leben).
Irgendwann waren wir dann doch im Hotel, im 31. Stockwerk mit einer netten Aussicht über die Stadt, fast bis zum Flughafen
Abendessen gab es gleich um die Ecke in einem großen Restaurant.
Der Kellner war zwar nicht der freundlichste aber das Essen war OK. Etwas süßer als gewohnt, in Shanghai wird wohl sehr viel mit Zucker gekocht.
Danach bummelten wir noch auf eigene Faust los und fanden eine nette Bar in der nähe.
Dort wurden wir mit großer Freundlichkeit empfangen und man schob sofort Tisch für uns zurecht.
Mehr als ein Bier tranken wir allerdings nicht, denn die Müdigkeit schlug wieder kollektiv zu, so ein Urlaub kann doch anstrengend sein und wir wollten ins Bett.
Weiter geht es dann mit
− dem Tag 18 −