Nach dem Frühstück ging es endlich los, nach Shanghai hinein. Erste Station war der Bund, die berühmte Uferpromenade. Bund ist übrigens indisch und heißt Uferpromenade. Leider war es an diesem Tag etwas diesig aber die Stadt wirkte dadurch nicht weniger gigantisch.
Dort machten wir einen kurzen Bummel und genossen die Aussicht auf die gegenüberliegenden Wolkenkratzer und die Kolonialgebäude auf unserer Seite. Nach ein paar Schritten waren wir am Anlegeplatz des Bootes mit dem wir eine Rundfahrt machen sollten.
Eigentlich nur ein paar Meter den Fluss entlang und wieder zurück, nichts besonderes.
Aber die Aussicht war grandios, ein Hochhaus neben dem anderen, dazwischen dutzende Bau- stellen.
Der Fluss war so stark befahren wie eine Autobahn. Vom kleinen Lastkahn bis zum Hochseefrachter war so ziemlich alles vertreten.
Wieder angekommen ging es mit dem Bus zu einem berühmten Garten, dem Yu-Garten in der Altstadt von Shanghai, fernab von Marketing Management und Business. Dort erwarteten uns wieder einmal hunderte von Menschen, was gerade in Shanghai aber normal ist. Unser örtlicher Führer erklärte uns, dass in einem Linienbus 11 Menschen auf einen Quadratmeter kommen.
Bei uns undenkbar, dort normal. Das sei wohl auch der Grund warum die Shanghaier alle so schlank sind. Dicker dürfen sie bei der Anzahl einfach nicht werden.
Aber zurück zum Garten. So besonders groß war er nicht, aber er wirkte groß. Chinesische Gärten sind meist so verwinkelt und verschlungen angelegt, dass selbst kleinste Gärten riesengroß wirken. So war es auch hier, wir wanderten ziemlich lange durch, obwohl er nicht wirklich riesig war. Dafür war er um so schöner, die Bilder beweisen das vermutlich.
Danach konnten wir einen Bummel durch die Altstadt machen. Einige Souvenirs später landeten wir bei Starbucks und hatten noch einwenig Zeit uns auszuruhen.
Das Mittagessen sollten wir in einer Seidenspinnerei einnehmen.
Wir bekamen einen separaten Raum und eine Menge leckeres Essen.
Danach besichtigten wir die Spinnerei und konnten sogar einige Seidenraupen streicheln.
Ob denen das gefallen hat weiß ich nicht, beschwert haben sie sich jedenfalls nicht. Den größten Teil der Besichtigung nahm natürlich wieder die Verkaufsshow ein.
Geduldig warteten wir, bis alle ihre Kauflust gestillt hatten und stiegen in den Bus.
Als nächstes sollen wir den 420m hohen Yin Mao Tower besichtigen, worauf wir uns mächtig freuten.
Die Aufzugfahrt bis zur 340m hohen Aussichtsplattform dauerte 40 Sekunden, danach kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Wo man bei anderen Städten am Horizont Wald oder Felder sieht, sieht man in Shanghai nur weitere Hochhäuser.
Innen konnte man ebenfalls hinunterschauen, in die Lobby des Hotels nämlich.
Satt gesehen hatten wir uns noch lange nicht, aber die Zeit wurde mal wieder knapp.
Immerhin sollten wir noch in die Innenstadt in die berühmte Nanjing Straße.
Das ist eine Einkaufsmeile wie es sie auch bei uns gibt, nur das die Klamotten für Europäer untragbar sind. Und viel lauter als bei uns ist es dort auch.
Das Abendessen war mal wieder Spitzenklasse und der Kellner war richtig gut.
Wir kamen mit dem Teetrinken gar nicht nach, so schnell schenkte er ein.
Danach fuhren wir nicht etwa ins Hotel sondern durch das nächtliche Shanghai wo mir einige ganz schöne Aufnahmen gelungen sind.
Zu guter letzt landeten wir im französischen Viertel und hatten sogar Gelegenheit auf die Schnell einen Cocktail zu schlürfen. Aber auch hier drängte die Zeit wieder also artete das eher in Kampftrinken aus.
Auf dem Heimweg liefen wir noch direkt am Gründungshaus der kommunistischen Partei vorbei. 23:00 Uhr kamen wir wieder ins Hotel und fielen ins Bett.
Weiter geht es dann mit
− dem Tag 19 −
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