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Der 2. Tag − Peking, alias Beijing

Zwei Mahlzeiten gab es während des Fluges, einmal Fisch mit Reis und einmal Schwein mit Reis. Für Flugzeugmahlzeiten waren beide gar nicht so schlecht.

Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse und nach einem geradezu penetrant ruhigen Flug landeten wir am 2. Tag pünktlich am Pekinger Flughafen.

Dort erwartete uns schon unser Reiseleiter, Herr Zhao. Ausgesprochen wird das in etwa wie das Italienische Ciao. Sein Deutsch war übrigens sehr gut.

Er sammelte unsere Pässe ein und verschwand erst einmal in einem der Büros am Flughafen um sich um das Visum zu kümmern.

Flughafen Peking Beijing Währenddessen konnten wir die interessanten Informationen der Anzeigentafel lesen und die Leute beobachten. Auch unsere Reisegruppe beschnupperte sich schon einmal, man sollte schließlich die nächsten Tage zusammen verbringen.

Plötzlich stürmte ein aufgebrachter Flughafenangestellter in Uniform auf uns zu und versuchte uns etwas klar zu machen. Leider sprach er sehr schnell und ungünstigerweise auf Chinesisch, so dauerte es eine Weile bis wir begriffen, dass wir wohl im Weg stehen würden und uns gefälligst an den Rand zu stellen hätten.

Brav und eingeschüchtert wie wir waren taten wir das auch und die Welt war wieder in Ordnung. Dem Reinigungspersonal standen wir dennoch im Weg, es wurde um uns herum emsig gewischt, langweilig wurde es jedenfalls nicht.

Nach einer knappen halben Stunde kam unser Reiseleiter mit dem Gruppenvisum zurück, übergab es mir und wir trotteten in Richtung der Passkontrolle. Dort mussten wir uns in exakt der auf dem Visum angegebenen Reihenfolge aufstellen und einer nach dem anderen am Schalter vorstellig werden.

Die Kontrolle verlief aber problemlos und wir durften alle einreisen. Nun noch schnell das Gepäck vom Band gezogen und raus aus dem Flughafen. Am Ausgang wartete wieder unser Reiseleiter und nach einer kurzen Harmonie(Toiletten-)pause ging es zum Bus.

Die Koffer passten nicht annähernd in den Laderaum, aber die vorderen Sitzreihen waren ja auch noch da. Einladen mussten wir auch nicht selbst, das erledigte der Fahrer für uns, sehr angenehm!

Mautstelle Peking Beijing Fahrt durch Peking Beijing Wohnhaus in Peking Beijing Die Fahrt durch Peking zum Hotel war überaus spannend. Irgendwie sieht Peking auch nicht anders aus als jede andere Großstadt. Auffällig waren nur die Klimaanlagen an den Wohnhäusern, scheinbar kosten die Dinger in China nicht viel.

Wohnhaus in Peking Beijing Bürogebäude in Peking Beijing Bürogebäude in Peking Beijing Es gab natürlich auch eine Menge schöner und neuer Bürogebäude

Das Hotel war ganz in Ordnung, nur das Zimmer stank nach Hotelzimmer in Peking Beijing Zigarettenrauch, was einem militanten Nichtraucher wie mir schon zu schaffen machen kann. Aber mit geöffnetem Fenster und voll aufgedrehter Klimaanlage ging es dann schon.

Für die nächsten Nächte hatte die komplette Gruppe schon im Bus Nichtraucherzimmer bestellt. Immerhin hatten wir schon das Zimmer, was am frühen Morgen sicher nicht selbstverständlich ist. Aber es zeichnete sich schon ab, dass Herr Zhao kein unerfahrener Reiseleiter ist, er hatte seine Beziehungen.

Im Zimmer haben wir uns dann erst mal kurz hingelegt, mit dem Effekt eine Stunde später noch müder wieder aufzustehen. Es ging gleich in den Supermarkt um die Ecke, Wasser kaufen. Das Leitungswasser ist in China nämlich nicht trinkbar, Wasser in Flaschen ist aber spottbillig, teilweise zahlt man gerade zwei Yuan für einen halben Liter, also ca. 20 Cent.

Das Wetter in Peking war übrigens sonnig und heiß. Irgendwas um die 25-30°C wird es an diesem Tag gehabt haben.

Dann noch mal etwas hingelegt, Schlafen auf Raten nennt man das wohl. Aber es half nichts, kurz danach ging das Programm los und zum Schlafen war keine Zeit.

Die erste Station war das Stadtplanungsmuseum der Stadt Peking, ganz gut um einen Überblick über die Stadt zu bekommen, die mit irgendwas um 14 Millionen Einwohnern nicht gerade klein ist.

Stadtplanungsmuseum in Peking Beijing Stadtplanungsmuseum in Peking Beijing Stadtplanungsmuseum in Peking Beijing Diverse Modelle veranschaulichten die gigantische Stadt recht eindrucksvoll, wir fanden sogar unser Hotel wieder.

Stadtplanungsmuseum in Peking Beijing Danach ging es wieder in den Bus und weiter zum Himmelstempel. Dieser Tempel ist eine gigantische Anlage, bestehend aus mehreren Höfen, Tempeln und Anlagen.

Wir schlängelten uns zwischen tausenden chinesischen Touristen hindurch und versuchten uns von der mittlerweile recht ungemütlichen Hitze (mehr als 30°C) nicht unterkriegen zu lassen.


Da Bilder bekanntlich mehr als tausend Worte sagen:

Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing Himmelstempel in Peking Beijing

Danach fuhren wir zum Abendessen, unserem ersten chinesischen Essen. Das Lokal war riesig, wir verteilten uns an zwei runde Tische, mit drehbarer Platte in der Mitte. Das hat man dort so. Die Speisen kamen in die Mitte und jeder bediente sich wie er wollte. Vorher gab es noch eine kurze Einführung, wie man mit Stäbchen zu essen hatte. Dann schlugen wir zu, das Essen war verdammt lecker und ich hätte noch stundenlang weitermampfen können.

Zum Hotel gingen wir dann zu Fuß zurück, der Spaziergang tat uns gut und die Temperaturen waren auch schon etwas angenehmer geworden. Außerdem wollten wir ja das Leben in China kennen lernen und das geht am besten auf der Straße unter Einheimischen.

Zurück im Hotel hatten wir gerade noch die Kraft zu duschen und uns ins Bett zu legen, die vergangenen zwei Tage waren doch ein wenig anstrengend.

Weiter geht es dann mit

− dem Tag 3 −



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