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Der 3. Tag − immer noch Beijing (Peking)

Früh ging es los an diesem Tag, geweckt wurden wir um 6.30 Uhr vom Hotel. Das Wecken war ganz angenehm, nur die Uhrzeit war es nicht.

Um 7.00 Uhr saßen wir dann schon beim Frühstück, es war noch kaum etwas los und wir hatten den wunderschönen Frühstücksraum fast für uns alleine.

Das Personal war überaus aufmerksam und ich habe es auch mit viel Anstrengung nicht geschafft, meine Kaffeetasse zu leeren, so schnell wurde wieder nachgeschenkt. Das Essen war auch recht gut, es gab von Brötchen mit Marmelade bis zur Bratwurst nahezu alles. Ein Buffet, wie man es auch hier von einem guten Hotel erwartet aber nicht immer vorfindet.

Um 8.00 Uhr traf sich unsere Gruppe dann in der Hotellobby, alle waren pünktlich und es konnte losgehen. Der Bus stand auch schon bereit und wir fuhren ab in Richtung der chinesischen Mauer.

Unterwegs knipste ich eifrig die vorbeiziehenden Häuser.

Fahrt durch Peking Beijing Fahrt durch Peking Beijing Fahrt durch Peking Beijing Große Mauer in Peking Beijing Badaling Die Zeit verging wie im Flug, was wohl auch an den interessanten Erklärungen des Herrn Zhao lag und bald kamen wir an der großen Mauer in Badaling an. Unser Reisführer verkündete uns, dass er uns einen Parkplatz ganz oben reservieren konnte. Ansonsten hätten wir eine Dreiviertelstunde zu Fuß gehen müssen um überhaupt zur Mauer zu kommen.

Etwas erschrocken waren wir, als wir an mehreren Parkplätzen mit dutzenden von Touristenbussen vorbeifuhren. Was würde wohl auf der Mauer los sein? Aber was erwartet man, wenn man an einem Tag mit schönem Wetter an eines der bekanntesten Mauerstücke fährt?

Nun, wir quetschten uns durch die kreuz und quer rangierenden Busse durch und standen plötzlich tatsächlich direkt vor dem Eingang. Kurze Wartezeit, während Herr Zhao die Tickets besorgte (nein, umsonst ist die Mauer nicht zu sehen, wär ja auch noch schöner). Der Eintritt war für uns natürlich inklusive.

Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Dann erklärte er uns wie wir am besten laufen würden, rechts wäre es ein wenig flacher, links steiler und lies uns dann Freizeit um die Mauer auf eigene Faust zu erkunden.

Wir wählten natürlich den steileren Weg, die andere Seite war nämlich dermaßen überlaufen, dass wir dazu keine Lust hatten.

Also schnauften wir unter der brennenden Sonne bei 32°C zwischen allen möglichen Touristen die Mauer hinauf. Natürlich durften auch hier die allgegenwärtigen Souvenirstände nicht fehlen und alsbald vernahmen wir die Rufe der Verkäufer: "T-Shirt - T-Shirt - Watches, Lolex…"

Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Tatsächlich konnten wir dann auch nicht widerstehen und erstanden ein T-Shirt, das ursprünglich 50 Yuan kosten sollte für 18, also ca. 1,80 Euro. Hinzu kamen dann noch zwei Käppis und ein paar schöne Bilder. Die Bilder sollten ursprünglich 180 Yuan pro Stück kosten, wir kauften dann zwei für 80.

Aber was soll`s, die müssen ja auch von was leben. Meine Schuhe wanderten an diesem Tag sehr schnell in den Rucksack. Einerseits war es viel zu warm dafür und andererseits hatte man barfuss wesentlich besseren Halt auf dem teilweise recht rutschigen Bodenbelag der Mauer.

So anstrengend der Marsch auch war, der Ausblick war es Wert und je weiter wir kamen, desto weniger Menschen waren unterwegs und desto billiger wurden die Souvenirs.

Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Große Mauer in Peking Beijing Badaling Nun, wir hatten nicht ewig Zeit und mussten irgendwann auch wieder zurück. Der Abstieg war teilweise noch etwas schwieriger aus der Aufstieg, aber es gab an den steilen Stellen Geländer und so haben wir es doch ganz bequem geschafft.

Unten hatten wir noch kurz Zeit, den Souvenirladen zu plündern und weitere Erfahrungen mit dem Handeln in China zu machen. Ein guter Verhandlungseinstieg waren immer so um die 10% des zuerst genannten Preises. Bei 30% traf man sich zumeist und wir hatten immer noch das Gefühl zu viel bezahlt zu haben.

Pünktlich aber ziemlich durchgeschwitzt waren dann alle wieder beim Treffpunkt und wir fuhren los zum Mittagessen. Dieses sollte in einer Emaillefabrik stattfinden, verbunden mit einer Besichtigung derselben.

Die Fabrik war dann auch überaus interessant. Per reiner Handarbeit werden Vasen und andere Gegenstände aus Kupferblech gefertigt. Auf diese Rohlinge werden dann Muster aus feinstem Kupferdraht aufgelegt und mit Emaillefarbe ausgefüllt. Dann ab in den Ofen, gebrannt und nach dem Abkühlen und poliert.

Emaillefabrik Vasen Kupfer Emaille Ofen Emaillefabrik Vasen Kupfer Emaille Ofen Emaillefabrik Vasen Kupfer Emaille Ofen Emaillefabrik Vasen Kupfer Emaille Ofen Für eine Vase braucht eine Facharbeiterin teilweise mehrere Wochen.

Das Essen fand in einem Lokal statt, dass unsere Begriffe von Groß dermaßen gesprengt hat. 3000 Sitzplätze über mehrere Stockwerke, aber super leckeres Essen und mehr als genug davon.

Danach noch kurz Zeit zum shoppen, die hergestellten Teile wollen ja auch verkauft sein. Billig war der Laden allerdings nicht und handeln konnte man auch nicht, weil staatlich.

Dann wieder ab in den Bus und los in Richtung Sommerpalast.

chinesisches Disneyland bauern geld autobahn Unterwegs kamen wir an einer Art Disneyland vorbei. Die Bauern der Umgebung hatten wohl im Zuge des Autobahnbaues eine Menge Geld vom Staat bekommen und wollten ein chinesisches Disneyland aufbauen.

Dummerweise ging ihnen das Geld aus und so steht nur die Fassade mit ein paar Stahlgerippen.

Im Sommerpalast erwarteten uns wieder tausende von Touristen, aber daran waren wir ja jetzt gewöhnt. Der Sommerpalast und seine Anlagen sind wunderschön und nicht nur für Touristen interessant. Viele alte Menschen kaufen sich eine Monatskarte, die im Gegensatz zum Touristeneintritt sicherlich billig ist, und verbringen ihre Freizeit in den Anlagen.

Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Zuerst ging es in einem wunderschönen Garten in dem sich erstaunlich wenig Menschen aufhielten. Wir bekamen eine halbe Stunde Freizeit und ich führte meine Kamera ausgiebig spazieren.



Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Wir hätten gut den restlichen Tag hier verbringen können, aber die Zeit drängte und wir mussten weiter.

Die nächste Station war ein recht großer See, an dessen Ufer sich ein Wandelgang befand. 800m lang, komplett aus Holz und auf die ganze Länge mit Malereien und Schnitzereien verziert. Eigentlich sollten wir hindurchgehen und uns auf der anderen Seite wieder treffen. Allerdings befanden sich im Gang gerade ca. 1 Million Touristen, so dass wir beschlossen außen daran vorbei zu gehen.

Treffpunkt war am anderen Ende beim legendären Marmorschiff.

Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Danach machten wir noch eine kurze Bootsfahrt über den See zum anderen Ufer, was uns grandiose Ausblicke über die gesamte Palastanlage bescherte.




Wieder einmal lief meine Kamera heiß.

Sommerpalast in Peking Beijing Badaling See Sommerpalast in Peking Beijing Badaling See Sommerpalast in Peking Beijing Badaling See Sommerpalast in Peking Beijing Badaling See Drüben angekommen hätten wir eigentlich Zeit gebraucht um uns die Insel im See anzusehen, aber unser Reiseführer hatte es plötzlich sehr eilig und gab uns nur eine Viertelstunde dazu.

Das genügte gerade um über die Brücke zu hetzten, ein paar Bilder zu machen und wieder zurück zu hetzen.

Aber vermutlich mussten wir den Termin für`s Abendessen einhalten?

Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Insel Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Insel Sommerpalast in Peking Beijing Badaling Insel Als wir wieder draußen beim Bus waren, klärte sich das Rätsel auf. Da wir jetzt plötzlich doch noch eine Dreiviertelstunde Zeit hätten, könnten wir vor dem Essen noch eine Perlenfabrik ansehen - mit Verkauf natürlich.

Die Fabrik bestand aus einer großen Verkaufshalle. Wir bekamen kurz gezeigt wie Perlen gezüchtet und geerntet werden und durften dann nach Herzenslust einkaufen - wenn wir nur gewollt hätten.

Perlenfabrik in Peking Beijing Badaling Insel Perlenfabrik in Peking Beijing Badaling Insel Perlenfabrik in Peking Beijing Badaling Insel Da die Preise hier aber nicht eben billig waren und wir auch überhaupt keine Lust auf Shopping hatten, trafen wir uns alsbald vor der Fabrik wieder. Was aber nicht angenehm war, denn dort lauerten uns schon diverse fliegende Händler auf und wollten und echte Rolex und noch echtere Gucci-Taschen verkaufen.

Naja, der Ausflug sei Herrn Zhao verziehen. Nun ging es auch endlich zum Abendessen, es sollte die legendäre Peking-Ente geben. Einen etwas negativen Beigeschmack hinterließ die Erklärung, wie Peking-Enten gezüchtet werden. Man bindet sie mit den Beinen auf dem Boden fest und mästet sie…

Schlecht war sie ja nicht, die Ente, aber wir verstehen jetzt den ganze Hype drumherum nicht mehr. Letztendlich hat sie auch nicht anders geschmeckt als jede andere Ente, eher noch etwas fade. Zumindest nicht annähernd so gut, dass die Art der Zucht gerechtfertigt wäre.

Danach bummelten wir durch einen typischen Pekinger Nachtmarkt mit einer Fressbude neben der anderen. Interessante Dinge gab es dort schon. Von ganz normalem Schweine- oder Rindfleisch über Käfer, Raupen bis zu Skorpionen konnte man sich hier alles braten lassen. Leider hatten wir schon gegessen, sonst hätte ich einen Skorpion probiert - bestimmt!

Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Nachtmarkt in Peking Beijing Badaling Insel Anschließend fuhren wir mit dem Linienbus ins Hotel zurück. Die Fahrt kostete 1 Yuan (10 Cent), da kann sich der hiesige MVV noch eine Scheibe abschneiden.

Todmüde fielen wir ins Bett.



Weiter geht es dann mit

− dem Tag 4 −

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