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Der 5. Tag − Shaolinkloster, Wohnhöhlen, Luoyang

Irgendwann um 7 Uhr am Morgen wachte ich erstaunlich ausgeruht auf. Die Nacht im Zug war die erste Nacht in China, die ich komplett durchgeschlafen hatte. Wer hätte das gedacht?

Um 7.30 Uhr sollten wir ankommen, also schnell rein in die Klamotten und das Gepäck wieder zusammengeräumt. Auf Zähneputzen im Zug hatten wir nicht wirklich Lust, war die Toilette schon abenteuerlich genug. Die war Chinatypisch ein Loch im Boden, was in einem fahrenden Zug noch etwas abenteuerlicher war als sonst eh schon.

Luoyang Luoyang Luoyang Beim Aussteigen gab es wieder ein mords Gedränge. Der Münchner Hauptbahnhof zur Oktoberfestzeit ist leer dagegen.

Luoyang Irgendwie schafften wir es nach Draußen zum Bus. Durch das ziemlich kleine Luoyang (gerade mal 1,9 Millionen Einwohner) ging es zum Hotel. Während der Fahrt gab es wieder allerhand zu sehen.

Im Hotel angekommen ging es erst mal unter die Dusche, danach schnell ein paar Fotos von der Aussicht, der 7. Stock machte es möglich.

Unser Gepäck kam übrigens 10 Minuten nach uns auf dem Zimmer an, die Organisation klappte also.

Luoyang Luoyang Luoyang Luoyang Luoyang Um 9.30 Uhr saßen wir dann schon wieder im Bus und machten uns auf dem Weg zu einem Shaolin-Kloster.

Dieses erreichten wir nach 1,5 Stunden recht angenehmer Fahrt.

Luoyang Luoyang Das erste was wir von der Klosteranlage sahen, waren natürlich Touristenshops und die dazu passenden Touristen.

Aber schön angelegt hatten sie die Anlage schon.

Luoyang Shaolin Kloster Luoyang Shaolin Kloster Luoyang Shaolin Kloster Mit einem Elektrowagen wurden wir alsbald in Richtung Pagodenwald gekarrt, vorbei an trainierenden Kungfuschülern und natürlich Touristen.

Luoyang Shaolin Kloster Luoyang Shaolin Kloster Luoyang Shaolin Kloster Der Pagodenwald ist eigentlich ein Friedhof. Jeder berühmte Klosterbewohner vom Mönch bis zum Abt bekommt hier ein Grab mit einer Pagode obendrauf. Je berühmter er war, desto höher ist die Pagode. Das ist nicht etwa nur ein uralter Brauch, nein auch heutzutage werden noch solche Pagoden gebaut. Die neueste war nur ein paar Jahre alt.

Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Die Menschenmenge hielt sich hier in Grenzen, so konnten wir in Ruhe das Gelände erkunden, bevor es zu Fuß wieder zum eigentlichen Kloster zurück ging. Unterwegs stand da noch ein gelangweiltes Kamel, warum auch immer…

Auch in der Klosteranlage selbst waren nicht annähernd so viele Menschen unterwegs wie ich zuerst befürchtet hatte. Wir konnten uns in Ruhe auf die Erklärungen der Reiseleitung konzentrieren und uns danach auf eigene Faust umsehen. Den 7 Tonnen schweren Jadebuddha haben wir natürlich auch gesehen.

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Danach sollten wir die legendäre Kungfu-Show der Shaolinmönche ansehen, die Spannung stieg… und fiel recht bald wieder als sich die Show als pseudo-Kungfu-Show mit Hollywood-touch herausstellte. Viel bekamen wir eh nicht davon mit, denn chinesische Touristen benehmen sich in etwa so laut, wie Deutsche auf Mallorca.

Was soll's gesehen muss man es mal haben. Alles in Allem war das Kloster ein tolles Erlebnis und zufrieden fuhren wir weiter zu den Wohnhöhlen.

Wohnhöhlen? Naja, dass müssen wohl alte, verlassene Höhlen sein, heutzutage wohnt doch niemand mehr in Höhlen!

Weit gefehlt, wir besuchten die bewohnte Höhle einer älteren Dame und durften uns ungehindert überall umsehen. Ganz umsonst lies sie uns natürlich nicht hinein, auch in einer Wohnhöhle braucht man Geld zum Leben.

Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Interessant ist so eine Höhle ja schon, aber für mich wär's nix, gibt keinen Internet- anschluss dort.

Auf die Frage eines unserer Mitreisenden ob man denn eine Genehmigung bräuchte um so eine Höhle zu bauen antwortete Herr Zhao nur: "Niemand interessiert sich für diese Menschen". Die ältere Dame hatte übrigens noch Lotusfüße (auch Lilienfüße genannt).

Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Kurz danach konnten wir vom Bus aus solide chinesische Kehrmaschinentechnik bewundern.

Weiter ging's in die Altstadt von Luoyang, wir machten einen kurzen Bummel in eine schöne alte Gasse. Danach sollte es weitergehen, wenn da nicht unsere Gruppe gewesen wäre, bzw. Teile unserer Gruppe. Einige Meckerten unseren Reiseführer so lange an, bis er uns eine weitere Dreiviertelstunde Freizeit gab.

Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Luoyang Shaolin Kloster Pagodenwald Wohnhöhlen Ich als Reiseleiter wäre ja ausgeflippt! Herr Zhao blieb professionell ruhig, warf seinen Terminplan komplett über den Haufen und gab uns die Zeit.

Warum die besagten Leute aus unserer Gruppe unbedingt ihren Kopf durchsetzen wollten blieb mir ein Rätsel, sie hatten Herrn Zhao eh schon den ganzen Tag immer wieder provoziert.

Die zusätzliche Dreiviertelstunde lohnte sich im übrigen nicht im Geringsten. Die schönste Straße von Luoyang hatten wir schon gesehen, der Rest war ganz normale Kleinstadt.

Dann ging's zurück ins Hotel. Noch eben einmal um den Block gelaufen und ab ins Bett.

Weiter geht es dann mit

− dem Tag 6 −

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