Frühstück um 7.45 Uhr. Der Frühstücksraum platzte aus allen Nähten, scheinbar kamen mal wieder alle Gäste gleichzeitig.
Wir saßen zum Schluss im Foyer und hatte einige Mühe noch einen Kaffe zu bekommen. Dabei hätten wir nur auf der anderen Seite der Lobby in die Bar gehen müssen. Auch dort hätte es Frühstück gegeben, aber wer weis das schon?
Danach wieder ab in den Bus, diesmal zusätzlich mit einer örtlichen Reiseleitung die ebenfalls sehr gut deutsch sprach.
Unsere erste Station sollte die 14km lange und komplett erhaltene Stadtmauer von Xi'an sein. Natürlich hatten wir nicht vor sie komplett abzulaufen, vielmehr spazierten wir durch einen Park an der Mauer und genossen das frühmorgendliche Treiben.
Menschen, die einfach tanzten, oder Frühsport machten. Alte Leute, die zusammen Xi'an-Oper sangen. Auch wir machten ein paar Übungen und sahen Herrn Zhao dabei zu wie der Tai Chi versuchte.
Der Spaziergang war überaus entspannend und danach ging es mit dem Bus weiter zur großen Wildganspagode.
Dort stapelten sich schon wieder die Busse, aber daran hatten wir uns mittlerweile gewöhnt. Zuerst ging es mit Erklärungen durch die Anlage, danach bekamen wir Freizeit und konnten die Pagode auf eigene Faust besteigen. Der Aufstieg war nicht ganz unanstrengend aber der Ausblick über Xi'an entschädigte uns für alle Strapazen.
Auch der Park um die Pagode herum war superschön angelegt und wenn man etwas von den Hauptwegen abgekommen ist auch nicht mehr so überlaufen. Aber lassen wir doch Bilder sprechen:
Ein Tempel vor der Pagode wurde gerade neu aufgebaut.
Alsbald trafen wir uns wieder mit dem Rest der Gruppe und fuhren weiter zu einer Jadefabrik. Immerhin besser als Perlen dachten wir so bei uns. Falsch gedacht! Die Fabrik bestand aus einem kleinen Raum mit einer Angestellten, die etwas lustlos an einem Stück Jade herum schliff und einem riesigen Verkaufsraum in dem man die guten Stücke kaufen konnte.
Leider war das Zeig teurer als bei uns und so hielt sich die Kauflust in Grenzen. Aber auch das ging vorüber und es gab Mittagessen. Diesmal gab es endlich mal Nudeln, sehr lecker.
Gesättigt und zufrieden ließen wir uns zur berühmten Terrakotta-Armee kutschieren, einem weiteren Highlight der Reise.
Dort erwartete uns erstmal ein riesiger Parkplatz und 20 Minuten Fußmarsch durch die sengende Mittagssonne auf einem Betonweg. Aber was soll's, besser zu warm als zu kalt wir sind ja keine Weicheier.
Die Armee selbst versteckte sich unter mehreren riesigen Hallen und war gigantisch obwohl bislang nur ein Bruchteil überhaupt ausgegraben wurde. Aber man hatte wohl immer noch Probleme die originalen Farben zu erhalten, die verblassten so bald man die Figuren ausgegraben hatte.
Es wurden damals übrigens nicht nur wahllos viele Soldaten gebaut und vergraben, vielmehr wurde tatsächlich die ganze Leibgarde des Kaisers nachgebildet, inklusive Vor- und Nachhut, Spähern und Kommandostand, verteilt auf ein riesiges Gebiet.
Danach gab es mal wieder Abendessen, aber nicht irgend ein Essen, sondern ein 18-Gänge-Menü mit Maultaschen. Richtig gelesen! 18 verschiedene Maultaschen und eine leckerer als die andere.
Im Speisesaal des Restaurants herrschte ein Höllenlärm.
Außer und waren noch andere deutsche Reisegruppen dort und führten sich auf wie auf dem Oktoberfest. Das ging so weit, dass es selbst dem Personal peinlich wurde und die sind an so etwas gewöhnt.
Irgendwann verließen uns unsere gut gelaunten Nachbarn und wir genossen das, was wir sonst als Lärm bezeichneten als Stille.
Danach gab es für uns noch einen Spatziergang durch das nächtliche Xi'an mit seinem auch heute gigantischen Nachtleben. Da uns aber selbst Knochen weh taten von deren Existenz wir bislang nichts wussten, wurde es ein eher kurzer Spaziergang direkt ins Hotel wo wir todmüde ins Bett fielen.
Weiter geht es dann mit
− dem Tag 8 −
Urlaub in der Kvarner Bucht