Heute wussten wir das, was wir gestern Früh gebraucht hätten. Wir gingen zum Frühstücken gleich in die Bar und genossen absolute Ruhe, so muss das sein. Auf dem Weg nach unten fiel uns das gewisse Etwas unseres Hotelinnenhofes auf, hübsch nicht?
Danach das übliche Spiel, auschecken und ab in den Bus. Dank der guten Organisation lief wieder alles wie am Schnürchen und wir kamen pünktlich los. Weit kamen wir freilich nicht, stand doch gleich die Besichtigung einer Moschee in Xi'an auf dem Plan.
Also wieder raus aus dem Bus und ab durch eine noch recht menschenleere Bazarstraße Richtung Moschee.
Wer jetzt einen Bau mit Kuppel erwartet hatte lag weit daneben. Die Moschee war komplett im typisch chinesischen Tempelbaustil erbaut worden. Wenn uns keiner gesagt hätte, dass das eine Moschee ist, hätten wird vermutlich recht lange gebraucht um das zu merken.
Die Anlage war jedenfalls wunderschön, auch wenn man uns in die Gebetshallen nicht hineingelassen hat. Das blieb den Gläubigen vorbehalten.
Danach ging es über die mittlerweile wieder etwas belebtere Bazarstraße zurück in Richtung Bus.
Nicht ohne noch das eine oder andere Sinnvolle oder Schöne zu erwerben.
Mit dem Bus ging es dann zum Flughafen und von dort nach Wuhan. Um das Gepäck mussten wir uns wieder mal nicht kümmern, das wurde für uns erledigt, so mach Reisen Spaß.
Die Sicherheitskontrolle dauerte nur ein paar Minuten, der Flieger stand auch schon fast für uns bereit und ehe wir es uns versahen waren wir in der Luft.
Kaum war die Maschine oben, gab es Essen. Die hatten es wohl eilig. Kein Wunder, denn kaum waren wir fertig ging es auch schon in den Sinkflug und das Bordpersonal schaffte es gerade noch rechtzeitig vor der Landung abzuräumen.
Chinesische Inlandsflüge sind ein echtes Erlebnis. Die Leute sitzen nicht wie bei uns langweilig herum und warten auf die Landung. Nein, da unterhält man sich schon mal über 20 Sitzreihen hinweg oder filmt ungeniert die komischen Europäer an Bord. Das alles natürlich in chinesischer Lautstärke.
Kaum hat das Flugzeug festen Boden unter den Rädern, springen alle gleichzeitig auf und versuchen ihr Handgepäck zu holen. Chinesische Fluggäste schaffen es dann, zu fünf nebeneinander im Mittelgang zu stehen!
Ein echtes Erlebnis!
In Wuhan bekamen wir dann auch schnell unser Gepäck (und wunderten uns über das Gepäck der anderen), bestiegen den Bus und los ging es wieder in Richtung Yi Chang. 5 Stunden Busfahrt machten uns mittlerweile gar nichts mehr aus, man gewöhnt sich dran.
Zwischendurch hielten wir an einem Supermarkt an, denn es ging jetzt auf unser Kreuzfahrtschiff und die Lebensmittel sind dort teurer als im Markt. Das Zeug musste halt unauffällig an Bord geschmuggelt werden.
Dann ging es weiter in Richtung Yangtse, den wir nach Einbruch der Dunkelheit erreichten. Unsere Koffer wurden schnurstracks von Kofferträgern gepackt, wir hinterher und schon standen wir auf der "Splendid China" einem Schiff für 170 Passagiere.
Es sollten bei dieser Fahrt aber nur 90 Personen an Bord sein, also nur die Hälfte. Das war ganz angenehm, hatte man doch wesentlich mehr Platz. Überrascht waren wir von den Kabinen, die in Größe und Komfort einem Hotelzimmer in nichts nachstanden.
Der Abend wurde aufgrund aktuter Müdigkeit recht kurz und wir entschlummerten sanft auf unserem noch fest vertäuten Schiff.
Bis um 1:00 Uhr das Telefon klingelte! Eine unfreundliche Stimme versuchte uns in schlechtem Englisch klarzumachen dass wir unser Kabinenfenster zu schließen hätten. Stellt sich mir die Frage, wieso bauen die da ein Fenster ein, wenn man es nicht öffnen darf?
Die Nacht wurde also mehr als ungemütlich, mit geschlossenem Fenster kan ich nämlich nicht schlafen. Später habe ich es dann wieder einen Spalt geöffnet, aber richtig schlafen konnte doch nicht mehr.
Weiter geht es dann mit
− dem Tag 9 −
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